Fakten statt Mythen – Presseartikel

Aspekte der Umwelt

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Windkraftanlagen werden nur da errichtet, wo es für den Menschen unbedenklich ist.

Das Robert-Koch-Institut, viele Studien, zahlreiche Mediziner und Experten weisen immer wieder daraufhin, dass die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf den Menschen bislang nicht genügend medizinisch erforscht sind. In Deutschland bestehen unterschiedliche Abstandsregelungen. Im Ausland sind fast überall größere Abstände zum Schutz des Menschen vorgeschrieben als in Deutschland. Schall und Infraschall spielen hier eine wichtige Rolle. Genauso ist die bedrängende Wirkung von Anlagen mit einer Höhe von über 200 Meter nur ansatzweise berücksichtigt.

Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass der Lärm der Windkraftanlagen Mensch und Tier in unverantwort- barer Art und Weise schädigen. Es liegen zahlreiche Studien über die biologische Wirkung von tieffrequentem Schall vor. In Tierversuchen sind Hörschädigungen aufgetreten. Bei Menschen werden ebenfalls eindeutig ge- sundheitliche Schäden beobachtet. So werden neben Hörschäden auch Konzentrationsstörungen, Ermüdungen, Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit, Schwindelgefühle, Beeinträchtigungen des Schlafes und Abnahme der Atemfrequenz nachgewiesen. Eine Studie des Umweltbundesamtes will nun die Langzeitwirkungen zu dem Themenkomplex „Infraschall und Windkraftanlagen“ erforschen. Der Fachverband Strahlenschutz (IRPA) macht darauf aufmerksam, dass Infraschall nachweislich Menschen schädigt und bedauert es, dass keine Normierung für Grenzwerte aufgestellt wurde. Bereiche zwischen 10dB und 15dB führen schon zu erheblichen Schäden. Die gängigen Baumaterialien dienen nicht zur wirksamen Isolierung von Infraschall.

Der Öl-Vorrat ist in absehbarer Zeit aufgebraucht

Angaben über Erdölreserven beziehen sich immer nur auf die momentanen technischen Fördermöglichkeiten. Es lassen sich keine seriösen Angaben über ein Ende des Erdölvorkommens machen. Geowissenschaftler sind der Auffassung, dass die Ölreserven noch mindestens 150 Jahre reichen werden. Schaut man sich die globa-
len Reserven an, dann haben wir schätzungsweise noch zwischen 14 und 16 Billionen Barrel Öl zur Verfügung. Es könnte auch noch mehr sein. Seit vor 150 Jahren in Pennsylvania Öl entdeckt wurde, hat die gesamte Welt gerade einmal eine Billion Barrel verbraucht. Es ist also etwas zu früh, um vom „Ende des Öls“ zu sprechen. Neue Techniken führen zu immer neuen Möglichkeiten, Ölfelder zu entdecken und umweltfreundlich zu erschließen. In einem WIWO Bericht wird aufgezeigt, dass die Reserven ständig steigen.

Wir müssen es hinnehmen, dass unsere Landschaft verspargelt wird, um die Energiewende hinzubekommen

Windkraftanlagen zerstören nicht nur das Landschaftsbild. Durch ihre Scheuchwirkung auf wildlebende Tiere und dem Tötungsrisiko für Vögel und Fledermäuse stellen sie ein erhebliches Risiko dar. Inwiefern durch Lärm, Infraschall und tieffrequenten Schall auch der Mensch betroffen ist, muss noch abschließend geklärt werden, aber schon jetzt steht für zahlreiche Ärzte und Experten fest, dass der Mensch ebenfalls Schaden nimmt. Wind- kraftanlagen beeinträchtigen die Lebensqualität für Mensch und Tier. Wenn man das zerstört, was man eigent- lich durch Windenergie schützen möchte, dann ist das ganz offensichtlich nicht der richtige Weg. Im Bereich Erneuerbarer Energie gibt es zahlreiche echte Alternativen, die wesentlich geringere negative Wirkungen entfal- ten als die Windkrafttechnologie.

Der forcierte Ausbau der Windenergie geht einzig und allein auf das Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG), also verdeckte Subventionen, zurück. Anlagenbetreiber erhalten fest definierte Vergütungen, die von der Allgemein- heit bezahlt werden. Kein privates Unternehmen würde sich sonst auf diese Investitionen einlassen. Besonders grotesk: die Vergütungssätze sind dort besonders hoch, wo die Standortbedingungen besonders schlecht sind. Je weniger Wind, desto höher die Subvention. Das EEG fördert krasse Misswirtschaft. Die Fehlanreize befördern Landschaftszerstörung und vernichten volkswirtschaftliche Werte.

Infraschall macht nicht krank.

Die Kennziffer der Krankenkassen für die Anerkennung der Gesundheitsschäden durch Infraschall verursacht von Windkraftanlagen ist: ICD-10-GM2010-CODE T75.2. (Schwindel durch Infraschall als behandlungsbedürfti- ge Krankheit). Das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information in Köln (DIMDI) hat die Vergabe des ICD-Codes (www.dimdi.de) vorgenommen.

Politischer Wille in Deutschland

Deutschland spielt den Vorreiter und das ist gut so!

Windkraft stellt eine relativ alte Technologie ohne jede Innovationskraft dar. Auch das Fraunhofer Institut stellt fest, dass die Lernkurve für Windkraft sehr schlecht ist. Eine Expertenkommission vom Deutschen Bundestag hat das EEG untersucht und bewertet. Das Fazit der Expertenkommission ist vernichtend. Das EEG lässt sich nicht länger rechtfertigen. Das EEG entfalte gerade in den erneuerbaren Technologien keine messbare Innovations- wirkung. Es wird dringend empfohlen das EEG ersatzlos zu streichen. Hohe Strompreise belasten die Wettbe- werbsfähigkeit der Industrie sowie den Stromkunden und erweisen sich als sozial unverträglich. In Deutschland bezahlen die armen Haushalte die Solaranlagen und die Windkraftbeteiligungen der reichen Haushalte.

Wo soll der Strom herkommen? Der Strom kommt aus der Steckdose, oder?
Wenn wir die AKWs abschalten, müssen wir mit Windkraft den fehlenden Strom erzeugen.

Antwort: Momentan gibt es keinen Strommangel. Im Gegenteil wir exportieren (netto) Strom. Es wird zeitweise mehr Strom produziert als bedarfsgerecht benötigt wird. Im Ausland besteht eine große Nachfrage nach unse- rem Strom, denn wir zahlen noch drauf, damit er abgenommen wird. Diese Art der Energiewende belastet den inländischen Stromkunden erheblich und verbilligt den Strom im Ausland. Im Jahr 2012 wurden 279,1 TWh Grundlaststrom erzeugt. Hierbei war der jeweilige Anteil 57,0% Braunkohle, 35,7% Kernenergie und 7,3% Wasser (Quelle BDEW). Windkraft kann keinen Grundlastfähigen Strom erzeugen und somit auch keine AKWs ersetzen. Norwegen hat bereits 2010 auch Deutschland angeboten, Strom aus Wasserkraft zu liefern. Dieser Strom wäre günstiger und umweltfreundlicher als der heimisch produzierte Windkraftstrom. Die Erzeugung von Strom aus Erdgas, das günstig und umweltfreundlich ist, wurde in Deutschland seit 2007 um ca. 30 TWh reduziert.

Ausbau der Wasserkraft (Gezeitenkraftwerke, Fließwasserkraftwerke etc.) und Geothermie könnten grundlastfä- higen Strom erzeugen. In diese Bereiche wird in Deutschland aber quasi nicht investiert, obwohl das Potenzial vorhanden wäre. Energieeffizienz und Energieeinsparungen könnten weitere Eckpfeiler sein. Modernisierungen der vorhandenen KWK Anlagen könnten eine um 50% höhere Stromerzeugungseffizienz erzielen. Zukunftstech- nologien wie die Nutzung der Erdwärmestrahlung wird von Deutschland nicht gefördert. 2013 hat Deutschland 40 TWh Strom importiert. Frankreich ist traditionell der Haupthandelspartner für unsere Stromimporte. Frank- reich ist aber auch das Land, das seinen Strom überwiegend aus AKWs erzeugt.

Es gibt zu Windkraft keine Alternativen!

In einer Studie „Effizienz- und Einsparpotenziale elektrischer Energie“ zeigt die Energietechnische Gesellschaft im VDE, dass Strom bis zu 30% eingespart werden kann und ohne Zubau von Kraftwerken durch Kraft-Wär- me-Kopplungsanlagen (KWKs) bis zu 50 Prozent der deutschen Gesamtstromerzeugung zusätzlich erzeugt werden kann.

Solarenergie – Die Kosten für Strom aus Sonnenenergie sinken durch technischen Fortschritt ständig. Hier be- steht nach Expertenansicht ein Potenzial von jährlich 160 TWh.

Wasserkraft – Weltweit ist der Anteil bei 16%, in Deutschland nur bei 3,4%. Dies entspricht4,05 GW. Es wäre nach BMU ohne weiteres möglich diesen Anteil zu erreichen. Fachleute schätzen, dass bis zu 20 TWh direkt nutzbares Potenzial vorhanden ist.

Projekt Norwegen – Norwegen verfügt über ein Potenzial an Wasserkraft von über 120 TWh jährlich. Dies wurde Deutschland zur Nutzung angeboten. Die Regierung sieht keinen Handlungsbedarf, obwohl man dadurch alle AKWs abschalten könnte und der Strom aus Norwegen um 30% billiger wäre.

Geothermie ist eine langfristig nutzbare Energiequelle. Mit den Vorräten, die in den oberen drei Kilometern der Erdkruste gespeichert sind, könnte theoretisch der derzeitige weltweite Energiebedarf für über 100.000 Jahre gedeckt werden. Hier sind bei vorsichtiger Schätzung bis zu 300 TWh jährlich realisierbar.

Strömungskraftwerke – Generell sind alle Strömungsformen (Gezeitenstrom, Brandungsrückstrom, Driftströ- mungen etc) als treibende Kraft einsetzbar. Dies kann in Küstennähe, im offenen Meer, in Ozeanen oder auch in Flüssen geschehen.

Weitere Möglichkeiten: Wasserstoff, Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Kraft-Wärmekoppelung, moderne Gaskraft- werke in Kraft-Wärmekoppelung, Fallturbinen in der öffentlichen Wasserversorgung, Wasser-Eis-Latent-Speicher mit Wärmepumpen, Kombinationen von Erdwärmesonden und Wärmepumpen, Nutzung der Abwärme von Indus- trieanlagen, Abwasser-Wärmerückgewinnung, Gezeitenkraftwerk, Wellen-Kraftwerke

Geld in Windkraftanlagen investieren / EEG und Subventionen

Windkraftanlagen sind gut für die Gemeinden, da hier Steuereinnahmen erzielt werden

Vom Deutschen Bundestag wurde eine Kommission eingesetzt, um das EEG zu untersuchen und zu bewerten. Das Fazit der Expertenkommission ist vernichtend. Das EEG lässt sich nicht länger rechtfertigen. Das EEG ent- falte gerade in den erneuerbaren Technologien keine messbare Innovationswirkung. Es wird von den Experten dringend empfohlen das EEG ersatzlos zu streichen. Windkraft verzerrt den Strommarkt dahingehend, dass sich effektive und effiziente Kraftwerke nicht mehr zu betreiben lohnt.

Geldanlagen in Windkraft sind sicher.

Zahlreiche Untersuchungen und Finanzanalysen zeigen sehr deutlich, dass man mit einem Investment in Windkraftanlagen ein sehr hohes finanzielles Risiko eingeht. Die versprochenen Traumrenditen erweisen sich zunehmend als irrational und falsch. Nicht nur der Fall Prokon macht deutlich, dass hier offensichtlich unseri- öse Verspechen gemacht wurden, sondern auch viele andere Beispiele und Pleiten zeigen auf, dass Anlagen in Windkraft sehr riskant sind. Zahlreiche Einflussfaktoren machen eine Investition für Privatpersonen in Windkraft zu einem Lotteriespiel. Der Windertrag wird oft viel zu hoch eingeschätzt, was zu erheblichen Einnahmeverlus- ten führt. Eine Beteiligung an einem so genannten Bürgerwindpark stellt ebenfalls ein unberechenbares Risiko dar, weil man sich hier auf eine ganz konkrete Windkraftanlage festlegt und somit das Risiko nicht streuen kann.

Die Gemeinden und somit alle Bürger profitieren finanziell durch Gewerbeeinnahmen, wenn Windkraftanlagen gebaut werden.

Oft werden die klammen Gemeinden mit dem Argument geködert, dass Windkraftanlagen Geld in die leeren Haushaltskassen spülen würden. In der Realität entpuppt sich dies aber nur zu oft als ein Windei. Stehen erst einmal die Windräder, stellen die Gemeinden meistens schnell fest, dass der versprochene Geldsegen ausbleibt und dies hat einige Gründe. Dies haben auch schon zahlreiche Kommunalpolitiker bestätigt. Kreative Gestal- tungsmöglichkeiten, wie Betreiber von Windparks ihre Gewerbesteuer drücken können, gibt es zahlreiche.Zu- nächst könnte der nach den Grundsätzen des Einkommensteuergesetzes zu ermittelnde Gewinn als Ausgangsba- sis für die Versteuerung zu niedrig sein oder es wurde sogar ein Verlust erwirtschaftet. Verluste sind nicht selten in der Branche, wenn beispielsweise die zu erwartenden Volllaststunden, Windstärke etc. zu hoch eingeschätzt wurden, um das Projekt den Leuten schmackhaft zu machen. Das führt dauerhaft zu geringeren Einnahmen als mit der Stromeinspeisung kalkuliert. Die Betreiber können die Herstellungskosten den Einnahmen auf die steu- erliche Nutzungsdauer mindernd gegenrechnen. Auch können anfallende Pachtzahlungen und Darlehenszinsen abgesetzt werden. Für natürliche Personen und Personengesellschaften (GbR, KG, GmbH & Co. KG) fällt darüber hinaus bis zu einem Freibetrag von 24.500 Euro keine Gewerbesteuer an. Für jede einzelne Windkraftanlage kann eine eigene Gesellschaft gegründet werden, was de facto dazu führt, dass sich die Freibeträge vervielfa- chen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Windkraft ist zukunftsweisend, ihre Förderung nützlich – Die Subventionen sind in diesem Sinne gerechtfertigt.

Steuerrechtliche Behandlung von Windkraftanlagen (z.B. Abschreibungsmöglichkeiten) sorgen dafür, dass die betroffenen Gemeinden quasi keine Gewerbesteuer einnehmen.Der Verpächter des Grundstücks, auf dem eine Windkraftanlage errichtet wird, kann mit Einnahmen rechnen. Für die Gemeinden rechnet sich das nicht. Die Im- mobilienwerte der Gemeinde fallen am Immobilienmarkt.Da durch Windkraftanlagen die Lebensqualität gemindert ist, werden es sich Leute überlegen, ob sie in einer solchen Gemeinde zukünftig wohnen wollen.

Motivation und Bürgerinitiativen

Windkraftgegner sind ja nur gegen die Windkraft, wenn die Räder vor der eigenen Tür stehen.

Es ist selbstverständlich und demokratisch, dass man sich für seine Umwelt interessiert und sich Sorgen macht. Wer in der Nähe eines Atomkraftwerks lebt, kümmert sich in gleicher Weise um sein Wohlergehen, wie dies auch Windkraftgegner tun, die ihren Lebensraum entwertet und sich mannigfaltigen Gefahren durch Windkraft aus- gesetzt sehen. Viele Atomkraftgegner machen sich Sorgen um AKWs in Deutschland, übersehen aber dabei, dass das Europäische Ausland vermehrt auf Atomstrom setzt und zahlreiche neue AKWs baut. Dies ist nach gleicher Logik nichts anderes als das Sankt-Florians-Prinzip.

Plötzlich machen sich alle Sorgen um einige Vogelarten, die sie vorher noch nicht einmal kannten. Die wenigsten Windkraftgegner kennen sich in dieser Materie aus.

Aufgrund der unzureichenden Unterstützung durch die großen Naturschutzverbände (z.B. BUND) müssen sich nun die Menschen selbst um die Belange des Umweltschutzes kümmern. Zahlreiche Austritte (z.B. durch Herrn Enoch zu Guttenberg) und interne Streitereien machen diese Verbände unglaubwürdig, was einen konsequenten Naturschutz anbelangt. Dies wird auch von zahlreichen kleineren Naturschutzverbänden bestätigt.

Auch stellt sich zunehmend die Frage, ob sich der BUND auf Bundesebene überhaupt noch seriös und unab- hängig zu dem Thema Windkraftanlagen äußern kann, da von immer mehr Seilschaften mit der Windbranche berichtet wird.

Die „Atomkatastrophe“ von Fukushima gebietet drastische und schnelle Maßnahmen. Wer sich kritisch zur „Energiewende“ äußert, ist Zyniker oder Ewiggestriger.

Bei aller Dramatik und menschlichen Tragödie im Zusammenhang mit Fukushima – die Ereignisse entbinden uns nicht von der Pflicht zum kritisch-rationalen Denken. Kernkraft mag keine langfristig tragfähige Lösung sein. Aber „die“ Lösung schlechthin gibt es noch nicht – Windenergie, PV und Biomasse sind bislang nur Scheinlösun- gen. Die extreme Förderung dieser Scheinlösungen absorbiert die Ressourcen, die an anderer Stelle dringend benötigt werden: in der Energieforschung. Gleichzeitig kapselt sich Deutschland energiepolitisch von den eu- ropäischen Nachbarn ab – obwohl die immense Herausforderung des ökologischen Umbaus der Energieversor- gung nur europäisch gestemmt werden kann.

Artikel „Windwahn mit Gegenwind“(Blu-NEWS, 03.04.2014)

Der jüngste Gipfel zur „Energiewende“ hat vor allem eines aufgezeigt: Die übereilte und undurchdachte Umset- zung durch die Politik wird die Strompreise weiter ansteigen lassen, obwohl Verbraucher wie auch die Wirtschaft die erneuerbaren Energien mit Milliardensummen subventionieren. Die Bürgervereinigung Vernunftkraft versucht darauf aufmerksam zu machen, wie kopflos die „Energiewende“ angegangen wurde und welche schädlichen Ausmaße diese im Bereich der Windkraft bereits angenommen hat.

Windindustrie-Anlagen sind, wie im Prinzip alle Industrie-Anlagen, unter diversen Aspekten umweltschädlich. Ihre Produktion ist energie- und materialintensiv, sie verbrauchen Flächen, verdichten und versiegeln Böden, gefährden und verdrängen die Fauna. 24.000 Windkraftanlagen würden in Deutschland nur 7,9 Prozent an der Stromerzeugung ausmachen. Die Relation zwischen Windenergie und zerstörter Natur stimme nicht.

Dem Klima nützen sie unterm Strich ebenfalls nicht. Diese Thesen vertritt die Bürgervereinigung Vernunftkraft. Wie blu-NEWS berichtete, formiert sich der Widerstand gegen Windkrafträder zunehmend. Über dreihundert windkraftkritische Bürgerinitiativen haben ihre Kräfte in einem Dachverband gebündelt. Ziel sei eine sinnvolle und wirklich nachhaltige Energiepolitik, die nicht durch „Lobby&Co.“ bestimmt ist, sondern die Umwelt und Ge- sundheit schützt. Die Zerstörung von Wäldern zwecks Ansiedlung von volkswirtschaftlich sinnlosen Windindust- rie-Anlagen sei bei der aktuellen Energiepolitik nur die Spitze des Eisbergs.

Stärkste Kontrahenten: Grüne und Windkraft-Projektierer

Auf Rückfragen von blu-NEWS, inwieweit die Initiative von politischer Seite unterstützt werde, antwortete der Sprecher des Dachverbands Vernunftkraft, Dr. Karl-Heinz Glandorf, dass sich das Bündnis fallbezogen mit Briefen und Stellungnahmen an die politischen Entscheidungsträger wenden würden. Appelle insbesondere an politi- sche Entscheidungsträger der Partei der Grünen seine bisher auf keinerlei positive Resonanz gestoßen. Appelle an die bayerischen und sächsischen Ministerpräsidenten, höhenabhängige Mindestabstände zwischen Wind- kraftanlagen und Wohngebieten zu fordern, haben dagegen ein Umdenken eingeleitet. Eine Bereitschaft zur Dis- kussion stelle man auch bei den Landtagsfraktionen der FDP in Sachsen, Hessen und Baden-Württemberg fest.

Den stärksten „Gegenwind“ erfährt die Initiative Vernunftkraft aus den Reihen der Hersteller und Projektierer von Windkraftanlagen, so zum Beispiel dem Windkraftbetreiber „Juwi“. Diese Betreiber versuchten über Bür- gerbeteiligungs-Modelle und Rendite-Versprechen Zustimmung in der Bevölkerung zu erlangen. Politisch wird dies insbesondere von den Grünen unterstützt. Projektierer gründeten auch häufig Portale wie zum Beispiel das Portal „Die Klimaallianz – Das Bündnis für den Klimaschutz“, die den Eindruck erwecken, unabhängig zu sein und deshalb viele Organisationen wie Wohlfahrtsverbände oder Kirchen ansprechen.

Vom Naturschutz zu einer Unterstützer-Organisation der Windkraftbetreiber

Ein weiterer starker Interessenvertreter der Gegenseite sei der Bundesverband WindEnergie (BWE), der sei- nerseits starken Einfluss auf den Umweltverband BUND nehme. Als Indiz für diese Einflussnahme wird von Dr. Glandorf auf die Satzung des BWE verwiesen. In §12 der Satzung ist vereinbart, dass „Bei Auflösung des Ver- eins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks das Restvermögen an den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) … geht“.

Die Präsidentin des BWE, Sylvia Pilarsky-Grosch, war zuvor Rechtsberaterin des BUND Baden-Württemberg, so der Hinweis. Die Wandlung des BUND von einer Naturschutz-Organisation zu einer Unterstützer-Organisation der Windkraft-Wirtschaft habe der Mitgründer des BUND, Enoch zu Guttenberg, in einem Beitrag für die Frank- furter Allgemeine Zeitung (FAZ) aufgezeigt und damit seinen Austritt begründet. Die Verflechtungen von BUND und NABU seien bereits 2012 in einer Panorama-Sendung aufgezeigt worden.

Fakten statt Mythen

Auf der Internetseite der Bürgerinitiative Vernunftkraft.de versuchen die Verantwortlichen die gängigen Mythen rund um die Windkraft zu widerlegen und auf belastbare Fakten hin zu überprüfen. Im Folgenden sind in ver- kürzter Form die Thesen aufgelistet, können jedoch auf der Internetseite vertiefend nachgelesen werden.

Mythos 1 – Windkraft ist sauber – sie nutzt der Umwelt und speziell dem Klima.

Windindustrieanlagen sind, wie im Prinzip alle Industrieanlagen, unter diversen Aspekten umweltschädlich. Ihre Produktion ist energie- und materialintensiv, sie verbrauchen Flächen, sie verdichten und versiegeln Böden, sie gefährden und verdrängen die Fauna. Dem Klima nützen sie unterm Strich nicht.

Mythos 2 – Das Opfern natürlicher Lebensräume und wertvoller Kulturlandschaften für den Ausbau der Windenergie ist unvermeidliche Notwendigkeit.

Fakt: Der forcierte Ausbau der Windenergie geht einzig und allein auf das Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG), also verdeckte Subventionen, zurück. Anlagenbetreiber erhalten fest definierte Vergütungen, die von der Allge- meinheit bezahlt werden. Kein privates Unternehmen würde sich sonst auf diese Investitionen einlassen. Beson- ders grotesk: die Vergütungssätze sind dort besonders hoch, wo die Standortbedingungen besonders schlecht sind. Je weniger Wind, desto höher die Subvention. Das EEG fördert krasse Misswirtschaft. Die Fehlanreize beför- dern Landschaftszerstörung und vernichten volkswirtschaftliche Werte.

Mythos 3 – Windkraft un Photovoltaik können kurz- bis mittelfristig Atom und Kohle ersetzen. Ihr möglichst schneller Ausbau muss daher oberste Priorität haben.

Fakt: Photovoltaik und Windindustrie sind, abgesehen von wenigen besonders bevorzugten Lagen, in Deutsch- land ein reines politisches Placebo – allerdings ohne nennenswerten Effekt, dafür mit starken negativen Neben- wirkungen.

Mythos 4 – Windindustrie nützt der regionalen Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze.

Fakt: Die Profite aus der subventionsgestützten Produktion gehen an die Grundbesitzer und die Betreiberfirmen. Sofern Kommunen an Wind „Parks“ partizipieren, nutzt das zwar dem Gemeindesäckel, geht aber zu Lasten all derer, die EEG Umlage zahlen müssen – auch den Bürgern und Unternehmern vor Ort. Dagegen werden andere Wirtschaftszweige, insbesondere der Tourismus, direkt geschädigt. Nachhaltige Beschäftigung ist mit subventi- onsgestützter Produktion nicht zu schaffen.

Mythos 5 – Regionale Energieautarkie ist erstrebenswert und ökologisch.

Fakt: Autarkiestreben ist das historisch erfolgreichste Verarmungsprogramm – man blicke nach Nordkorea. In der Energieproduktion autark werden zu wollen, ist schlicht absurd. Umweltfreundliche Energieerzeugungsstruktu- ren lassen sich nur im europäischen Verbund erreichen: Erneuerbare Energien müssen dort genutzt werden, wo sie relativ reichlich vorhanden sind – und mit den Technologien, die dafür am besten geeignet sind. Deswegen brauchen wir endlich einen wirklichen europäischen Binnenmarkt für Energie. Denn das Grundprinzip wirtschaftli- chen Wohlstands heißt „Handel und Spezialisierung“. Es sollte nicht abgeschafft, sondern stärker genutzt werden.

Mythos 6 – Die „Atomkatastrophe“ von Fukushima gebietet drastische und schnelle Maßnah- men. Wer sich kritisch zur „Energiewende“ äußert, ist Zyniker oder Ewiggestriger.

Fakt: Bei aller Dramatik und menschlichen Tragödie im Zusammenhang mit Fukushima – die Ereignisse ent- binden uns nicht von der Pflicht zum kritisch-rationalen Denken. Kernkraft mag keine langfristig tragfähige Lösung sein. Aber „die“ Lösung schlechthin gibt es noch nicht – Windenergie, PV und Biomasse sind bislang nur Scheinlösungen. Die extreme Förderung dieser Scheinlösungen absorbiert die Ressourcen, die an anderer Stelle dringend benötigt werden: in der Energieforschung. Gleichzeitig kapselt sich Deutschland energiepolitisch von den europäischen Nachbarn ab – obwohl die immense Herausforderung des ökologischen Umbaus der Energie- versorgung nur europäisch gestemmt werden kann.

Mythos 7 – Erneuerbare Energien sind zukunftsweisend, ihre Förderung nutzt der deutschen Volkswirtschaft.

Fakt: Die für unseren Wohlstand relevanten Unternehmen und Wirtschaftszweige kommen sämtlich ohne För- derung aus. Der These von zukünftigen Wettbewerbsvorteilen durch Subventionierung liegt die Unterstellung zugrunde, dass andere Länder unserem vermeintlich guten Beispiel folgen.

Mythos 8 – Der Mensch ist durch geltende Gesetze vor allen Gefahren hinreichend geschützt. Durch Windkraftanlagen droht keine Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit.

Fakt: Die Auswirkungen der Windkraftindustrie auf den Menschen sind bislang unzureichend medizinisch er- forscht. Eine bislang oftmals bagatellisierte Gefahr geht vom sogenanntem Infraschall aus. Einschlägige gesetz- liche Vorschriften variieren beträchtlich zwischen den einzelnen Bundesländern; der Schutz der menschlichen Gesundheit wird somit unterschiedlich ernst genommen. Bestehende Schallschutz- und Abstandsregeln sind nicht auf der Höhe der Zeit. Die optische Bedrängung wird in gegenwärtigen Planungen nicht adäquat berücksichtigt.

Gemeinderatsmitglieder persönlich haftbar für Gesundheitsschäden durch Windkraftanlagen?

“Prof. Dr. Michael Elicker, ein an der Universität des Saarlandes und in Luxemburg lehrender Staatsrechtler, macht die Stadtverordneten von Ottweiler und darüber hinaus die gewählten Vertreter aller deutschen Gemein- den mit WKA-Plänen mit dem Hinweis auf die in der „Machbarkeitsstudie“ des Umweltbundesamt dokumentier- ten gesundheitsschädlichen Wirkungen von Infraschall darauf aufmerksam, dass sie unter Umständen mit ihrem Privatvermögen haften müssen, wenn im Umkreis von Windparks Gesundheitsschäden nachgewiesen werden. Parlamentarische Immunität gebe es bei uns in Deutschland nicht für die Mitglieder von Kommunalparlamen- ten, sondern nur für die gewählten Volksvertreter in den Landtagen und im Bundestag. Der im Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes verankerte Schutzauftrag des Staates für das Leben und die körperliche Unversehrtheit des Einzelnen könne auch dann geltend gemacht werden, wenn nur ein bestimmter Teil der Bevölkerung anfällig für die nachgewiesenen Gesundheitsgefahren des Infraschalls sei.”

http://gaertner-online.de/2015/01/06/gemeinderatsmitglieder-persoenlich-haftbar-fuer-gesundheitsschae- den-durch-windkraftanlagen/

„ Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Großwindanlagen. Schutzpflicht des Staates – Infraschall als pars pro toto – Persönliche Haftung von Stadtratsmitgliedern. … Vor diesem Hintergrund birgt es große Gefah- ren auch für Kommunen und ihre Akteure, wenn diese bei ihrer Planung von sog. „Windkraft-Vorrangflächen“ be- reitwillig den „Abwägungsvorschlägen“ der beauftragten Planungsfirmen folgen, die meist zum – dieser Begriff ist wohl inzwischen angemessen – ökologisch-industriellen Komplex gehören. Diese unseriöse Vorgehensweise bringt nicht nur für die Gebietskörperschaften, sondern vor allem auch für die Stadtratsmitglieder persönlich eine Reihe von schwerwiegenden Haftungsrisiken mit sich, und zwar insbesondere im Hinblick auf die Gesund- heitsgefahren für den Menschen.“

http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2014/2014_11_30_dav_aktuelles_grosswindanlagen.html

Es weht immer weniger Wind!

Nach Angaben von Odenwaldwind, Betreiber der 3 Windkraftanlagen bei Neutsch. Ist der jährliche Erträge vom Beginn der Inbetriebnahme von 2.125.600 kWh (2007) auf 1.531.955 kWh (2014) gesunken, das sind 30%!

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One thought on “Fakten statt Mythen – Presseartikel

  • 28. Oktober 2015 at 13:06
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    Ober-Ramstadt das Tor zum Odenwald! Wie lange noch?
    Sollte es nicht besser heißen Ober-Ramstadt das Tor zum Windanlagenwald.
    Diese Leute sollte sich was schämen, denn auf Jahre hinaus wird das Land und die Natur vergewaltigt. Die Anwohner müssen Jahrzehnte mit diesen Monstern leben. Touristen und Tagesausflügler werden nicht wegen der Windräder kommen, um sie zu bewundern. Wer sitzt schon gern im Biergarden und schaut über 200 m großen Windrädern zu, die evtl. ganz wenig oder sich gar nicht drehen. Es wird keine Rücksicht genommen, Ideologie ist wichtiger als Menschverstand. Die Zeche wird kommen, wenn irgendwann die Subventionen auslaufen, aber dann sind wieder die Bürger da, die wieder alles bezahlen müssen.
    F. Müller Ober-Ramstadt

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