Teilerfolg erzielt – Hundertmorgen vorerst Windkraftfrei

Teilerfolg erzielt – Hundertmorgen vorerst Windkraftfrei

Pressemitteilung vom 22.03.2016, HA Hessen Agentur GmbH

ENTEGA Regenerativ GmbH stellt Windparkplanung „Reinheimer Hügelland“ zurück

Auf der geplanten Fläche zwischen Groß-Bieberau und Reinheim haben unabhängige Gutachten ergeben, dass eine Gefährdung einzelner Vogelarten vor Ort nicht ausgeschlossen werden kann. Die ENTEGA Regenerativ GmbH kommt deshalb aktuell zu dem Schluss, das Projekt zurückzustellen.

Bereits im November 2015 war im „Bürgerforum Energieland Hessen“ in Groß-Bieberau deutlich geworden, dass die Realisierbarkeit des geplanten Windparks „Reinheimer Hügelland“ vor allem vom Arten- und Naturschutz abhängt. Auf Anregung von Bürgermeister Edgar Buchwald wurden die Bürgerinnen und Bürger der Region früh über den Stand der Planungen informiert und konnten mit den Expertinnen und Experten offene Fragen diskutieren. Alle Akteure hatten im November eine gewissenhafte Prüfung zugesichert. Inzwischen liegen die Gutachten vor.

Die ENTEGA Regenerativ GmbH hatte das unabhängige „Büro für faunistische Fachfragen“ in Linden beauftragt, schützenswerte Vogelarten zu kartieren und über ein Jahr zu beobachten. Hierbei wurde eine Raumnutzungsanalyse durchgeführt. Die Sachverständigen kommen zu dem Ergebnis, dass nach derzeitigem Stand eine Beeinträchtigung der vor Ort vorkommenden Vogelarten nicht auszuschließen ist. Die ENTEGA Regenerativ GmbH diskutierte daraufhin die Ergebnisse intensiv mit den Vertretern der Oberen Naturschutzbehörde und kommt aktuell zum Schluss, ihr Projekt zurückzustellen.

„Für uns als verantwortungsvoll handelndes Energieversorgungsunternehmen ist die Balance zwischen Natur- und Klimaschutz sehr wichtig. Die geplanten Windenergieanlagen könnten einen substantiellen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten. Dem gegenüber stehen die Belange des Artenschutzes, die wir sehr ernst nehmen“, schreibt Guido Böss, Geschäftsführer der ENTEGA Regenerativ GmbH, in einem persönlichen Brief an die Mitglieder des Eigentümer-Pools.

Die fünfzehn Poolgründungsmitglieder, deren Flächen für die Windenergie genutzt werden sollten, bedauern in einer eigenen Stellungnahme, dass nach diesen Gutachten die vier Windräder nicht umgesetzt werden können. Der Windpark hätte den Strombedarf der Haushalte in Reinheim und Groß-Bieberau mit allen Nebenkommunen abdecken und damit einen großen Beitrag zur Energiewende im Rhein-Main-Gebiet leisten können, so Norbert Volz, Sprecher der Poolgründungsmitglieder.

Auf der zweiten Windvorrangfläche 218 b in Richtung Otzberg plant das Windenergieunternehmen Notus Energy maximal fünf Windräder. Das Unternehmen hatte sich ebenfalls im Bürgerforum vorgestellt. Die Analysen zu diesem Gebiet wurden Ende Februar 2016 abgeschlossen. Die Ergebnisse werden in den nächsten Monaten vorliegen. Dann wird sich zeigen, ob überhaupt und wenn ja wie viele Windenergieanlagen zwischen Groß-Bieberau, Reinheim und Otzberg realisiert werden können.

Pressemitteilung_Windpark_Reinheimer_Hügelland

Gemeinnützigkeit festgestellt

Gemeinnützigkeit festgestellt
Mit Schreiben vom 28.1.2016 hat das Finanzamt Dieburg die Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen für die sog. Gemeinnützigkeit festgestellt.
Der Verein ist damit u.a. berechtigt, für Spenden, die ihm zugewendet werden, Zuwendungsbestätigungen auszustellen.
Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgt noch. Wir informieren an dieser Stelle, sobald der Verein eingetragen wurde.

SPD Reinheim gründet AG Energie

SPD Reinheim gründet AG Energie

Die SPD Reinheim wird sich in Zukunft auch weiterhin intensiv mit der kommunalen Energiepolitik beschäftigen. Aus diesem Grund gründete sich nun eine Arbeitsgruppe Energie. Die organisatorische Leitung übernehmen die jeweils einstimmig gewählten Philipp Butschek (Sprecher) und Vera Schmidt (Schriftführerin).
Die AG Energie hat sich zwei Ziele gesetzt. Auf der einen Seite möchte sie den Prozess der Genehmigung der Windkraftanlagen auf dem zum Ortsteil Ueberau gehörenden Weiler Hundertmorgen kritisch begleiten. Zum Anderen wird sie sich auch mit der Fragestellung beschäftigen, wie die Energiewende auf der kommunalen Ebene weiterausgestaltet werden kann. Dabei stellt die AG Energie fest, dass sie grundsätzlich die Windkraft unterstützt. Allerdings befinden sich die Standorte am Hundertmorgen mit einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 5,75m/s an der unteren Effizienzgrenze. Die SPD Hessen sieht beispielsweise Windkraftanlagen erst bei Windgeschwindigkeiten von 6,0-6,5 m/s als effizient an. Allerdings sind der SPD Reinheim die Hände gebunden, politisch Einfluss zu nehmen. Da sich die geplanten Windkraftanlagen auf Privatgrundstück befinden sollen, werden, wie bereits berichtet, diese nach §35 Bundesbaugesetz (privilegiertes Verfahren im Außenbereich) und Bundes- Immissionsschutzgesetz (BImSchG) durch das Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt. Die politische Verantwortung für die Genehmigung trägt daher die hessische Landesregierung.
Für eine endgültige Bewertung der Windkraftanlagen bedarf es des weiterhin ausstehenden avifaunistischen Gutachtens. Sobald dieses Gutachten vorliegt, wird die AG Energie gemeinsam mit der Gesamtpartei über Handlungsmöglichkeiten beraten.
Neben diesem aktuellen Thema wird sich die AG Energie in Zukunft mit der Ausgestaltung der Energiewende auf der kommunalen Ebene beschäftigen. Die frühere rot-grüne Mehrheitskoalition in der Reinheimer Stadtverordnetenversammlung hat bereits, gemeinsam mit dem Magistrat der Stadt Reinheim, mit der energetischen Sanierung städtischer Gebäude einen richtigen und wichtigen Schritt getan. Für den weiteren Weg wird die AG Energie nun weitere Konzepte in Fragen der Energieeffizienz und der kommunalen, nachhaltigen Energiegewinnung entwickeln.

Pressemitteilung – Gegenwind in Otzberg

Pressemitteilung – Gegenwind in Otzberg

Informationsveranstaltung der Bürgerinitiativen Gegenwind Otzberg, Gegenwind Hassenroth, Gegenwind Reinheim, Groß-Bieberau und Otzberger Land zum Thema  „Gesundheitsgefahren durch Infraschall und niederfrequenter Schall verursacht von Windkraftanlagen

Am vergangenen Freitag (28.08.2015) besuchten 120 interessierte Bürgerinnen und Bürger auf Einladung der Bürgerinitiativen Gegenwind aus Otzberg, Hassenroth und Reinheim die Informationsveranstaltung im Ober-Klinger Volkshaus zum Thema „Gesundheitsgefahren durch Infraschall und tieffrequenter Schall verursacht von Windkraftanlagen“.

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