Vortrag von Dr. Ahlborn (Vernunftkraft)

Vortrag von Dr. Ahlborn (Vernunftkraft)

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Interessierten, die am Abend des 10.11.2015 den Weg in die Tenne nach Groß-Bieberau gefunden haben. Den von Dr.-Ing. Detlef Alborn gehaltenen Vortrag haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt: Vortrag-Aalborn

Sie finden den Vortrag auch als Download unter: Downloads

Folgend nun der Artikel, der im Echo über diese Veranstaltung erschienen ist.

Gross-Bie­be­rau. Bernd Schus­ter, Vor­stand­mit­glied des Ver­eins „Ge­gen­wind Rein­heim“ zeig­te sich er­freut. Zur In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung „Brau­chen wir wirk­lich die Wind­kraft“ wa­ren am Diens­tag­abend vie­le Be­su­cher nach Groß-Bie­be­rau ge­kom­men. Fast al­le Stüh­le in der Ten­ne wa­ren be­setzt.

Hier braut sich et­was zu­sam­men“, sag­te Bernd Schus­ter von „Ge­gen­wind Rein­heim“ am Diens­tag­abend in der Ten­ne. Die gut be­such­te Ver­an­stal­tung war vom Ver­ein ganz be­wusst nach Groß-Bie­be­rau ge­legt wor­den, weil hier nach An­sicht des Ver­eins der In­for­ma­ti­ons­stand der Bür­ger am schlech­tes­ten ist. Sehr vie­le Bür­ger nicht nur aus Groß-Bie­be­rau, son­dern auch aus den an­de­ren be­trof­fe­nen Or­ten Rein­heim, Ue­be­rau oder Otz­berg wa­ren ge­kom­men.

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Einladung zur Informationsveranstaltung Windkraft, für alle Bürger in Reinheim – Groß-Bieberau – Otzbergerland

Einladung zur Informationsveranstaltung Windkraft, für alle Bürger in Reinheim – Groß-Bieberau – Otzbergerland

Brauchen wir wirklich die Windkraft?

Fakten, Mythen, Argumente

Am 10. Nov. 2015 um 19.30 Uhr. In der Tenne Groß-Bieberau.

Bahnhofstraße 4 (ehem. Gelände der Schönberger Brauerei)

Programm

  • Informationen zum aktuellen Strand der WKA Vorhaben in Groß-Bieberau und Reinheim
  • Fachvortrag Dr.-Ing. Detlef Ahlborn, stellv. Vorsitzender Bundesinitiative VERNUNFTKRAFT
  • Podiumsdiskussion

Informieren Sie sich, auch Sie sind betroffen!

Wer Windkraft säht, wird was ernten?

Wer Windkraft säht, wird was ernten?

Der folgende Artikel ist im “Hingugger“, der Publikation der “Reinheim Kreis” am 23.10.2015 erschienen und verfasst von Wolfgang Krenzer.

Es begann völlig harmlos: Im Energiebericht der Stadt Reinheim erschien 2014 lapidar die Aussage, dass auf den Hügeln  bei Ueberau in der Nähe der Hundertmorgen ein paar Windräder aufgestellt werden könnten. Es dauerte einige Zeit bis diese Aussage sich aus dem kleinen Kreis des Energietisches herum sprach und für Unruhe unter der Bevölkerung sorgte. Eine offene und transparente Kommunikation über das Interesse von Projektgesellschaften und die Durchführung von entsprechenden Untersuchungen hätte die Gerüchteküche vermeiden können und die Anwohner angemessen einbezogen. So mussten die Anwohner von sich aus aktiv werden und Informationen einfordern. Besonders die Einwohner der Hundertmorgen machen sich Sorgen, da diese Industrieanlagen direkt vor ihre die Haustüre gepflanzt werden sollen. Eine Bürgerinitiative gründete sich, an der auch Menschen aus Groß-Bieberau und Otzberg Mitglieder wurden. Deren Ziel ist klar, keine Windräder in Reinheim und seinen Nachbargemeinden.

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Windkraft oder die Umgestaltung von Naturlandschaften in Industriegebiete – Teil 2

Diese Ausarbeitung steht Ihnen auch im Downloadbereich als komplettes PDF kostenlos zur Verfügung.

Ein weiterer Punkt ist selbstverständlich das gesamte Windaufkommen:

Stromboerse

Dargestellt ist ein typisches 11-Tage Intervall der Strombörse in Leipzig: Hier sieht man braun den Bedarf (Verbrauch) und die jeweiligen Erzeuger: Solarstrom gelb, (fossile) Kraftwerke als schwarze Linie, Import als rote Linie und Windkraft blau. Die Tagesspitzen beim Solarstrom folgen den Verbrauchsspitzen noch gut, der Anfall von Windenergie ist dagegen überhaupt nicht bedarfsgerecht.

Wegweiser oder Irrlicht?

Wegweiser oder Irrlicht?

Veröffentlicht am 6. August im Otzberg-Boten, Peter Geisinger

Die GALOB bietet ihre Informationen zur Versachlichung der Diskussion an. Hält dieses Angebot, was es verspricht? Sehen wir mal genauer hin: Es werden laut GALOB in der Diskussion „…oftmals unsachliche Argumente, starke Übertreibungen und sogar Fehlinformationen eingesetzt, um Panik zu verbreiten und Stimmung zu machen.“ Gemeint sind hier natürlich die Gegner des Windkraftausbaus. Leider trifft dass genau andersrum zu: Panikmache, Fehlinformationen und das Erzeugen von Weltuntergangsängsten gehören zu 100% zum Standardrepertoire grüner Politik, Stichwort „Klimakatastrophe“.

Hier lohnt eine genaue Betrachtung der Fakten: Unsere Umgebungsluft setzt sich wie folgt zusammen: Stickstoff: 78 %, Sauerstoff: 21 %, CO2 0,039 %, neben anderen „Spurengasen“. Von diesem CO2 – Anteil werden 96 % durch natürliche Ursachen freigesetzt, nur 4 % davon sind vom Menschen verursacht. Der anthropogene Anteil am Gesamtvolumen beträgt also 0,00156 %. Auf Deutschland entfallen im Jahre 2014 am weltweiten CO2 – Ausstoß ca. 2,23 %. Der Anteil Deutschlands an anthropogen erzeugtem CO2 beträgt also 0,0000347 %!

Die „Reduktion“ dieses Anteils lassen wir uns jedes Jahr ca. 23 Mrd. € kosten. Das ist sehr teuer, aber mancher meint, es lohne sich sogar. Findet aber überhaupt eine Reduktion statt? Nein, von 2009 bis 2013 stieg der CO2 – Ausstoß von 305 auf 317 Mio. Tonnen, nur aus der Stromerzeugung! (Quelle: Umweltbundesamt) Ist der Stromverbrauch gestiegen? Nein, er ist von 2010 bis 2013 von 615 auf 600 Terrawattstunden gefallen. (Quelle: Umweltbundesamt)

Das heißt im Klartext: Die Verschandelung der Landschaft, die Zerstörung der natürlichen Lebensräume einschließlich ihrer tierischen Bewohner und die Belästigung der Menschen durch Schall und Infraschall finden ohne jegliche Auswirkung auf das große Ziel statt, eine fiktive „2 Grad-Erderwärmungs-Grenze“ zu erreichen. Es sollte noch gesagt sein, dass ohne CO2 kein pflanzliches und damit auch kein menschliches Leben auf diesem Planeten möglich wären. Politische Parteien, auch die Grünen, würde es ebenfalls nicht geben. Vor diesem Hintergrund CO2 als Klima-Gas oder Klimakiller zu verteufeln, ist, um eine Wortwahl von GALOB zu zitieren: „…weit jenseits aller Seriosität, sondern – mit Verlaub – grotesker Blödsinn!“

Es geht den Propheten des Klimawandels auch nicht vorrangig um Klimaschutz, sondern um die „Große Transformation“ (H.-J. Schellnhuber), was immer das auch sein soll. Bis 2009 hieß das bei Herrn Schellnhuber noch „Die große Kulturrevolution“; vermutlich war ihm dieser Arbeitstitel dann doch historisch zu verdächtig. Ein anderer Jünger des Klimawandels, Herr Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel hat kürzlich die Aufregung etwas relativiert. Gefragt, welche Wahrscheinlichkeit die Klima – Katastrophen – Szenarien denn hätten, musste er zugeben, es seien „…um die 50 %“! In der seriösen Wissenschaft ist „um die 50%“ ein Beweis für gar nichts, weil das absolute Gegenteil die gleiche Wahrscheinlichkeit hat.

Zurück zu lokalen Phänomenen: GALOB konstatiert, Windräder hätten keine Auswirkung auf den Tourismus und führt eine Studie von Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack von der Ostfalia- Hochschule als Beweis an. Eine Studie ist dafür nicht nötig, es genügt ein Blick in die Statistik: In der am gründlichsten verschandelten Region im Binnenland, dem Hunsrück, ist die Zahl der touristischen Ankünfte 2014 um 7,3 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. (Quelle: Statistisches Landesamt RLP: „Tourismus aktuell“) Dass dies an den Küsten von Nord- und Ostsee anders sein soll, liegt vielleicht daran, dass die Gäste meistens auf das Meer schauen. Dort hat man ja die Meereswindparks nicht sichtbar hinter dem Horizont versteckt, warum wohl? Wegen der Touristen! Die drehen sich auch selten zum Land hin, sonst würde sie das kalte Grauen packen.

Eine Auswirkung auf Immobilienwerte durch Windräder gibt es laut GALOB nicht. Leider sieht die Realität auch hier anders aus. Prof. Dr. Jürgen Hasse von der Universität Frankfurt a.M. kommt hier zu folgendem Schluss: „Als Folge der Beeinträchtigung der Lebensqualität sinkt der Verkehrswert der Immobilien signifikant. Immobilienmakler bestätigten im Rahmen der Studie Wertverluste bei Immobilien in Höhe von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent durch die Errichtung von Windkraftanlagen mit Einfluss auf Wohngebiete. Im Einzelfall droht gar die völlige Unverkäuflichkeit.“

Der schönste Satz im GALOB-Artikel ist zweifellos: „Die Energiewende ist ein alternativloses, notwendiges und langfristiges Projekt.“ Erstens gibt es keine „Energiewende“, sondern nur eine Stromwende, die zudem nicht funktioniert. Das Unwort „alternativlos“ kennen wir schon. Alternativen gibt es aber immer, nur der Tod ist alternativlos. „Langfristig“ stimmt natürlich. Aber Speicher in der Größenordnung, wie wir sie bräuchten, gibt es keine. „Strom zu Gas“ geht zwar technisch, ist aber uferlos teuer. Eine auf diesem Weg erzeugte Kilowattstunde würde (zusätzlich!) 1 € kosten! (Quelle: FH Aachen, Prof. Dr.- Ing. H. Alt: „Ausgewählte Kapitel der Energiewirtschaft“)

Ein einziger Satz im ganzen Artikel entspricht tatsächlich der Wirklichkeit:
„Erneuerbare Energien stehen nicht beständig zur Verfügung, sie sind nicht grundlastfähig“ Wie wahr, wie wahr…wie aber soll dann die in unserem Land ständig vorhandene Grundlast gedeckt werden? Durch Auslagerung der Industrieproduktion ins Ausland? Durch Rationierung von Strom für die Privathaushalte, die bereits jetzt den zweithöchsten Strompreis weltweit bezahlen? (Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) Im real existierenden Sozialismus gab es das geflügelte Wort: „Lasst Euch nicht von der Realität täuschen!“ Das wäre mein Titel-Vorschlag für den Wegweiser der GALOB.

Peter Geisinger, Groß-Umstadt