ZDF heute: Windenergie – Ein Minusgeschäft?

Ein Steuerberater und Experte für Windkraftanlagen hat die Jahresabschlüsse von rund 200 Windparks ausgewertet. Er kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2651116/Windenergie—Ein-Minusgeschaeft%253F#/beitrag/video/2651116/Windenergie—Ein-Minusgeschaeft%3F

 

Anmerkungen aus dem Aktionskreis:

  1. Es ist revolutionär, dass das ZDF überhaupt einen kritischen Bericht zum Thema Windkraft sendet, wenn auch nur um 14:00 Uhr
  2. Herr Daldorf ist Vorsitzender des Anlegerbeirates des BWE und hat schon 2013 einen Studie in dessen Auftrag durchgeführt
  3. Dass er sich traut, mit den Ergebnissen damit jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen, bedeutet m.E. dass er nicht mehr zu 100% auf der BWE-Linie ist.
  4. Richtig ist: Die Profiteure sind Hersteller und Projektierer.
    Für die Grundstücksverpächter und teilweise auch die Banken trifft da schon nicht mehr zu, denn die Pachten fallen nicht vom Himmel sondern werden in der Regel aus den Einnahmen des laufenden Betriebs gezahlt. Wenn dort nichts erwirtschaftet wird, gibt es auch kaum Pachtzahlungen. Deshalb enthalten die neueren Pachtverträge auch kaum noch feste, sondern an den Stromertrag gekoppelte Beträge. Wenn die kommunalen Entscheidungsträger das Thema zu Ende denken, werden sie feststellen, dass sie fast genauso im Risiko stehen wie die Betreiber also nicht unbedingt wirtschaftlich auf der sicheren Seite sind.
  5. Richtig ist auch: Die Betreiber sind auf jeden Fall die Looser. Verwässert wird die Sachlage dadurch, dass jetzt Geld von der hess. Landesregierung an Gemeinden gezahlt wird, die Grundstücke an WKA-Betreiber verpachten. Das ist ein weiterer Subventionstatbestand, den wir alle bezahlen müssen.

Übrigens: Die Eingriffe zur Stabilisierung der Netze (wg. Abregeln / Hochfahren von konventionellen Kraftwerken bzw. Zwangsabschaltungen von Windparks kosteten letztes Jahr rund 1 Milliarde EURO, die auf die Verbraucher umgewälzt wird!

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