Ä windisch ́s Gstanzl

Text + Mel.: Rudolf Bode, 16.06.2015 – http://gegenwind-sensbacher-hoehe.de

Die Eva hot en Appel klaut,
De Adam hot brav weggeschaut, Em Herrgott war die Sach in Graus, Drum schmeisst er se glei naus.

In Bänker kriggt de Hals nät voll, Wees nät, wohi sei Kohle soll. Drum sacht er zu de Induschtrie „Mei Geld muß irgndwo hie.“

Habbt Ihr nät ebbs, was Kohle bringt
Un wenn ́s noch so arg zum Himmel stinkt. Stellt ebbes in die Landschaft nei,
blos deier muss es sei.

Ä Windrad is ä prima Sach.
Zwar bringt ́s kaum Strom un mecht viel Krach. Di Bank jedoch kriggt stets ihr ́n Lohn.
Ein Hoch der Subvention!

So werd uns unser Heimat klaut.
Di Regierung brav beiseite schaut. Ich hoff, dem Herrgott isses in Graus Un er schmeisst se alle naus.

Übersetzung:

Ein windiges Gstanzl

Die Eva hat einen Apfel geklaut,
Der Adam hat brav weggeschaut,
Dem Herrgott war die Sache ein Graus, Darum wirft er sie gleich hinaus.

Ein Banker bekommt den Hals nicht voll, Weiss nicht, wohin seine Kohle soll. Darum sagt er zu der Industrie
„Mein Geld muß irgendwo hin.“

Habt Ihr nicht etwas, das Kohle bringt
Und wenn es noch so sehr zu Himmel stinkt. Stellt etwas in die Landschaft hinein,

Nur teuer muss es sein.

Ein Windrad ist eine prima Sach.
Zwar bringt es kaum Strom und macht viel Krach. Die Bank jedoch bekommt stets ihren Lohn.
Ein Hoch der Subvention!

So wird uns unsere Heimat geklaut. Die Regierung brav beiseite schaut.
Ich hoffe, dem Herrgott ist es ein Graus Und er wirft sie alle hinaus.

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